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Suhl, oberhalb der „Roten Erde“ am Döllberg, Roteisenerzbergbau

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Beschreibung

Das Gelände oberhalb des Suhler Klinikums wird im lokalen Sprachgebrauch als „Rote Erde“ bezeichnet. Die intensive Rotfärbung des Bodens, hervorgerufen durch feinste im Gestein verteilte Eisenoxide, fällt sofort ins Auge. Das als Hämatit (wörtlich „Blutstein“) bezeichnete Roteisenerz war das Hauptförderprodukt der Suhler Bergleute. Das Bergbaugebiet befindet sich unmittelbar an der Gebirgsrandstörung zwischen dem Porphyr- und Granitgebiet des Thüringerwald-Gebirges und dem Buntsandstein des südwestlichen Vorlandes, hier des Haseltales. Nur wenige Meter von der Störung entfernt treten die Erzgänge zu Tage aus. Unmittelbar hinter der Waldkante beginnt eine geradezu modellhaft erhaltene Bergbaufolgelandschaft mit Vertiefungen von Bergbauschächten (Pingen), verfallenen Stollenmundlöchern und Halden. Urkundlich nachgewiesen ist der Bergbau am Döllberg seit 1462. Es ist jedoch sicher, dass schon mindestens 100 Jahre früher, in der Zeit der Entstehung der ersten Suhler Hammerwerke, der Abbau von Eisenerzen für das heimische Handwerk begann. Als man um 1810 beim Stollenvortrieb das Haupterzlager unter der „Roten Erde“ erreicht hatte, war die Enttäuschung groß: Analog zum Sauerberg fand man nur die leeren Abbaukammern aus vergangener Zeit vor. Die Schächte waren auch hier bereits lange zuvor bis in über 100 m Tiefe vorgetrieben worden.

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