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Fotografiesammlung Orient

Prof. Dr. Norbert Nebes norbert.nebes@uni-jena.de
Dr. Babett Forster babett.forster@uni-jena.de

Lehrstuhl für Semitische Philologie und Islamwissenschaft
Löbdergraben 24a
07745 Jena
Tel. +49 (0) 3641 944850

nicht öffentlich - Voranmeldung erforderlich

Fotografiesammlung Orient

Alphons-Stübel-Sammlung früher Orientphotographien

Warum war das Sammeln von Orientfotografien im 19. und am Anfang des 20. Jahrhunderts so beliebt?
Um 1830 wurde das Medium Fotografie immer bekannter. Auch Forscher und Forscherinnen nutzen die Fotografie auf ihren Reisen für ihre Arbeit. Gleichzeitig reisten reiche Bürger immer häufiger in den Orient, zum Beispiel nach Ägypten oder in den Libanon und sie wollten günstige Reiseandenken mit nach Hause nehmen. Deshalb machten europäische Reisefotografen viele Aufnahmen in diesen Ländern und verkauften die Fotos an die Touristen. Später entstanden in den östlichen Ländern Fotostudios.

Der Geologe Moritz Alphons-Stübel (1835 – 1904) reiste in den Jahren 1858, 1882 und 1890 durch Südeuropa und den Orient. Dabei sammelte er viele solcher Orientfotografien. Sie zeigen zum Beispiel Ansichten aus Ägypten, Palästina, Syrien oder aus dem Libanon. Alphons Stübel kaufte die Fotos von einheimischen Fotostudios oder reisenden Fotografen, zum Beispiel Pascal Sébah, Felix Bonfils oder Zangaki.

Heute gehören zur Alphons-Stübel-Sammlung ungefähr 600 große Fotografien.
Die Sammlung ist eine Bilddatenbank und wird von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen besonders für den Bereich Denkmalpflege und Geschichtsforschung genutzt, aber auch bei Fragestellungen zum Sammeln von Fotografien im 19. Jahrhundert. Dazu gehört zum Beispiel die Frage: Wie wurden damals Schönheit und Harmonie in der Fotografie dargestellt?