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Topographische Karten

Dr. Jörn Hentschel
j.hentschel@uni-jena.de

Institut für Spezielle Botanik
Fürstengraben 1
07737 Jena

Tel.: +49 (0)3641 9-49280

nicht öffentlich – nur nach Vereinbarung

Topographische Karten

Historische Sammlung topographischer Karten

Der Begriff Topographie ist zusammengesetzt aus den beiden griechischen Wörten tópos, und ‘gráphō‘. Das bedeutet auf Deutsch ‘Ort' und ‘schreiben`. Es geht also um die Beschreibung eines Orts oder eines Geländes. Dies geschieht mit Hilfe einer Karte, die eine genau Darstellung und Beschreibung der Erdoberfläche und der vorhanden Objekte zeigt,  zum Beispiel Geländeformen, Gewässer, Bewuchs mit Pflanzen, Bauwerke oder Verkehrswege.

Zur Sammlung der Friedrich-Schiller-Universität Jena gehören ungefähr 5.000 solcher topographischen Karten mit Geländedarstellungen im In- und Ausland. Es sind Karten vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in unserer Zeit, zum Beispiel

  • Wandkarten, die in der geographischen Lehre genutzt werden. Bei diesen Karten wird die Form und Lage eines Objektes auf der Erdoberfläche genau abgebildet.
  • Messtischblätter, die man auch „Vierzentimeterkarten“ nennt. 4 cm auf der Karte bilden immer 1 km in der Natur ab. Dieser Kartentyp ist besonders bei Wanderern beliebt.
  • Faltkarten aus vielen Regionen der Erde.

Die Sammlung ist durch die taxonomische Forschung des Herbariums Hausknecht entstanden, das ebenfalls zur Friedrich-Schiller-Universität gehört. In der taxonomischen Forschung benutzt man ein bestimmtes wissenschaftliches Verfahren, mit dem man in der Pflanzenkunde zum Beispiel die genaue Art einer Pflanze und ihre Verbreitung feststellen kann. Deshalb sammelten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Herbariums topographische Karten seit dem Ende des 18. Jahrhunderts. Damit versuchte man früher, die damals aufgeschriebenen Fundorte der gesammelten Pflanzen mit den entsprechenden Orten auf den Karten zu vergleichen. Heute sind diese Karten jedoch veraltet, haben aber für die Forschung einen geschichtlichen Wert.