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Detail Terrakotta einer nackten Frau aus altbabylonischer Zeit (1. Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr.), HS 26 (Foto Hilprecht-Sammlung, Bearbeitung Hannah Bayer)
Aus der Hilprecht Sammlung: Terrakotta einer nackten Frau aus altbabylonischer Zeit (1. Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr.), HS 26 und Tontafel mit Ehevertrag in sumerischer Sprache (altbabylonisch, 43. Regierungsjahr des des Königs Rim-Sin von Larsa), HS 2388.

Lust und Begehren

01.05.2021


Es wird eine Figur aus Terrakotta gezeigt.
Terrakotta ist ein Material aus Ton.
Terra cotta ist lateinisch.
Es heißt gebrannte Erde.
Die Figur stellt eine nackte Frau dar.
Sie ist aus dem 3. Jahrtausend vor Christus.
1934 wurde die Figur schon beschrieben.

Die Frau steht aufrecht.
Die Beine und Füße sind geschlossen.
Die Beine werden nur durch eine Vertiefung
gezeigt.
Darüber liegt das große Scham-Dreieck.
Es deutet das Geschlechts-Organ bei Frauen an.
Die Brüste werden durch die Hände verdeckt.
In den Händen hält sie einen Gegenstand.
Er sieht aus wie ein Brett.
Die Oberarme sind locker am Oberkörper.
Um den Hals trägt sie ein breites Band.
Im Gesicht sieht man nur die Nase und die Augen.
Die Nase sieht wie ein Vogel-Schnabel aus.
Die Augen sind aus kleinen runden
Ton-Klümpchen gemacht.
Auf dem Kopf sieht man eine Ton-Kapuze.
Sie soll wohl die Haare der Frau zeigen.
Die Haare reichen bis zu den Schulter-Blättern.

In Babylonien sind viele solcher Figuren ausgegraben wurden.
Babylonien war eine Gegend zwischen der Stadt Bagdad
und dem Persischen Golf.
Bagdad ist eine Stadt im Irak.
Der Persische Golf ist ein Nebenmeer.

Die ausgegrabenen Stücke wurden in Privat-Häusern,
auf Straßen oder Abfall-Haufen gefunden.
Sie wurden vielleicht für Rituale verwendet.
Rituale sind feierliche Handlungen nach
bestimmten Regeln.
Dabei ging es wahrscheinlich um Sexualität und Fruchtbarkeit.
Aber die Fachleute sind sich nicht sicher darüber.

Die Figur wird im Hygiene-Museum Dresden gezeigt.
Sie ist im neuen Themen-Raum „Sexualitäten“ zu sehen.
Er befindet sich in der Dauer-Ausstellung „Abenteuer Mensch“.