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Acanthias, Dornhai (Squalus acanthias), Wandtafel gezeichnet von Nikolai Nikolajewitsch Miklucho-Maklai, um 1865 (Foto Hannah Bayer)
Aus der Sammlung der Arbeitsgemeinschaft Biologiedidaktik: Dornhai, Wandtafel gezeichnet von Nikolai Nikolajewitsch Miklucho-Maklai, um 1865

Handgezeichnete Wandtafel des "russischen Fürsten"

01.07.2020

Das Objekt des Monats Juli ist eine Wand-Tafel für Biologie.
Biologie ist eine Wissenschaft.
Sie beschäftigt sich mit allen Lebewesen.
Lebewesen sind:

  • Pflanzen
  • Tiere
  • Bakterien
  • Viren

Wand-Tafeln werden in der Schule oder im Studium benutzt.
Sie zeigen den Schülern und Studenten, was sie lernen müssen.
Auf der Wand-Tafel sind oft Bilder.
Der Unterricht oder die Vorlesung im Studium wird so bildhafter.
Oft lernt man so besser.
Außer Wand-Tafeln gibt es für den Unterricht auch Modelle.
Bei Modellen wird etwas nachgebildet,
Zum Beispiel ein Tier.
Das Modell sieht dann aus wie das Tier in der Natur.
Wandtafeln oder Modelle haben im Unterricht  
einen ganz besonderen Reiz:
Oft erinnern sich Schüler noch nach Jahrzehnten an
bestimmte Wand-Tafeln oder Modelle,
die einen festen Platz im Fach-Raum hatten.
Die Wand-Tafel, die wir hier zeigen,
wurde von Nikolai Nikolajewitsch Miklucho-Maklay gezeichnet.
Er war ein:

  • Zoologe

Das ist jemand, der sich mit Tieren beschäftigt und viel über sie rausfinden möchte.

  • Ethnologe und Anthropologe
    Sie beschäftigen sich mit Menschen
    und wie sie zusammen leben.

Das Objekt stammt aus der Sammlungder Arbeitsgruppe Biologiedidaktik im Bienenhaus der Friedrich-Schiller-Universität.

Zu sehen ist ein Gehirn von einem Dornhai.
Das ist eine bestimmte Haifisch-Art.
Man sieht genau auf der Wandtafel:

  • den Riechloben
  • das Vorderhirn
  • das Zwischenhirn
  • das Mittelhirn
  • das Hinterhirn
  • das Nachhirn

In Latein steht links „Acanthias“.
Das bedeutet Dornhai.
Rechts steht in Latein: „Selachii“.
Das bedeutet allgemein Hai.
Er hat die Wand-Tafel zwischen 1865 und 1870 gezeichnet.

Über die Person Nikolai Nikolajewitsch Miklucho-Maklay

Er lebte vom 1846 bis 1888.
Im Oktober 1865 kam er in die Universitäts-Stadt.
Er studierte ab November dort an der Medizinischen Fakultät.
Eine Fakultät ist ein Teil der Universität.
Von 1866 bis 1868 war er Assistent bei Ernst Haeckel.
Haeckel war ein Mediziner und Forscher.
Miklucho studierte Medizin und Naturwissenschaften.
Er war auch Schüler von Carl Gegenbaur.
Auch Carl Gegenbaur war ein Mediziner und Forscher
Miklucho beeindruckte Haeckel recht schnell.
1866/67 reiste er mit ihm zu den Kanarischen Inseln.
Dort ermutigte Haeckel ihn zu Spongien-Untersuchungen.
Spongien sind auch Lebewesen.
Man sagt auch Schwämme zu ihnen.
Die Forschungen darüber schrieb er auf und veröffentlichte sie 1868.
Andere Arbeiten von ihm waren:

  • Über Selachier, das ist ein lateinisches Wort für bestimmte Fische.
    Hier geht es um Haie.
  • Er verglich die Anatomie von Gehirnen.
    Für Anatomie kann man auch Aufbau sagen.
  • Er verglich auch die Nerven-Systeme von verschiedenen Wirbeltieren.
    Diese Arbeit erschien dann 1870.

Über die die Sammlung der Arbeitsgruppe Biologiedidaktik im Bienenhaus der Friedrich-Schiller-Universität
In der Sammlung gibt es viele anschauliche Dinge
für den Biologie-Unterricht und für Vorlesungen an der Universität.
Die Sammlung wird zum Lehren und in der Forschung eingesetzt.
Zum Beispiel für Studenten,
die Biolologie-Lehrerin oder Lehrer in der Schule werden wollen.
Lehrer können sich für den Unterricht Sammlungs-Stücke ausleihen.
Die ältesten Sammlungs-Stücke stammen aus dem späten
19. Jahrhundert.

Sammlung der Arbeitsgemeinschaft Biologiedidaktik
Inv.-Nr.: 10269
Maße: 55x71 cm

Quelle: https://idw-online.de/de/news747964

Original-Publikation: G. S. Levit, U. Hossfeld (2020): Ernst Haeckel, Nikolai Miklucho-Maclay and the racial controversy over the Papuans, Frontiers in Zoology, DOI: https://doi.org/10.1186/s12983-020-00358-w