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Keilschrift-Sammlung

Prof. Dr. M. Krebernik
Manfred.Krebernik@uni-jena.de

Institut für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients
Lehrstuhl Altorientalistik
Zwätzengasse 4, 07743 Jena
Tel +49 (0) 3641 944 871
Fax +49 (0) 3641 944 872

nicht öffentlich-
Voranmeldung erforderlich

Hilprecht Archive online

Keilschrift-Sammlung

Frau Professor Hilprecht Collection of Babylonian Antiquities

Diese Sammlung ist die wichtigste Universitätssammlung altorientalischer Altertümer in Deutschland. Hier werden vor allem Texte in Keilschrift aufbewahrt.

Die Keilschrift wurde vom Volk der Sumerer um 3000 vor Christus entwickelt. Die Sumerer lebten im vorderen Orient, dem heutigen Irak und betrieben Handel mit anderen Städten. Für den Handel benutzten sie zuerst einfache Symbole, zum Beispiel zur Darstellung von Gegenständen oder von Tieren. Aus den Symbolen entwickelten sie dann die Keilschrift, eine Schriftsprache mit fast 600 Schriftzeichen.

In der Sammlung gib es viele unterschiedliche Textarten in Keilschrift, zum Beispiel Erzählungen, Dichtungen, aber auch Informationstexte. Sie kommen aus fast allen Zeitaltern und sind in einem Zeitraum von rund 2500 Jahren entstanden. Viele der Keilschriften stammen aus der altorientalischen Stadt Nippur, die im heutigen Irak lag. In Nippur stand der Haupttempel von Enlil, dem höchsten Gott der Sumerer. Außerdem war dort das Zentrum der gelehrten Schreiber. Sie waren eine Art Buchhalter und entwickelten die Keilschrift, die man auf Tontafeln schrieb.

Besonders wertvoll sind die Tontafeln in sumerischer und akkadischer Sprache. Ein besonderes Stück ist ein Stadtplan von Nippur aus der Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. Es ist der älteste bekannte Stadtplan der Welt.

Im Jahr 1925 vermachte der deutsch-amerikanische Gelehrte Hermann Hilprecht (1859-1925) die Sammlung der Universität Jena. Die Sammlung benannte er nach seiner ersten Frau.