Orientalisches Münzkabinett

Orientalisches Münzkabinett (OMJ)

Das OMJ ist die zweitgrößte Sammlung orientalischer Münzen in Deutschland. Im Jahr 1840 wurde das Kabinett von Johann Gustav Stickel gegründet, der es zu einer der bedeutendsten Orientsammlungen seiner Zeit aufbaute. Nach 1919 blieb das Münzkabinett bis 1994 wissenschaftlich verwaist. Mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und privater Mäzene konnte das Münzkabinett wieder zu einer wissenschaftlichen bedeutenden Forschungssammlung aufgebaut werden. Aktuell umfaßt der Bestand 21.000 Münzen. Das OMJ ist heute wieder in die internationale historische islamwissenschaftliche Forschung durch Kooperationen, Projekte, Publikationen und Ausstellungen, darunter in Wien, Istanbul, Budapest und New York vorzüglich eingebunden.

Münze, 724 (Hijri)

Zugehörige Sammlung:
Orientalisches Münzkabinett
Objekttyp:
Münze
Münzherr:
Herrscher: Abū Saʿīd
Dynastie: Īlkhāns
Landesteil / Linie:
Region: Georgia
Münzstätte:
Tiflīs
Datierung:
1323 - 1324 724 (Hijri)
Maße:
Durchmesser: 17 mm
Gewicht: 1,75 g
Stempelstellung: 1,30 h
Material:
Silber
Vorderseite(Legende):
"الله
لا اله الا
محمد
رسول الله

:inside the segments around the square
ابو بكر / عمر / عثمان / على"
Rückseite(Legende):
"ضرب
السلطان ابو سعيد
بهادر خان خلد ملكه
تفليس

:margin
[فى شهور] سنة اربع وعشرين و سبعمائة
(barbarized)"
Standardzitierwerk:
Lang, Studies, no. 37 (plate VIII, no. 2). Pachomov, Mon. Gruzii, p. 183
Literatur zum Stück:
OMJ Sylloge 1, pp. 124–125, no. 1077