Classical antiquities

Collection of classical antiquities

Diese repräsentative akademische Sammlung vereint Stücke aus allen wesentlichen klassisch antiken Kunstlandschaften. Sie wird ergänzt durch einige – auch international – herausragende Sammlungskomplexe, so z.B. des italienischen Sammlers Cavaliere Giovanni Pietro Campana (Attische Vasen, etruskische Keramik), Ankäufe des Jenaer Altphilologen Carl Wilhelm Göttling (Jenaer Maler, Weihgeschenke aus Olympia, Bronzen) und weitere überragende Einzelobjekte (Kultgefäß mit Hirschprotomen).

Seit 1846 war sie zusammen mit einer umfangreichen Sammlung von Gipsabgüssen antiker Plastik Teil des Archäologischen Museums der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Dieses überstand zwar nahezu unbeschadet den 2. Weltkrieg, wurde aber 1962 aus Raumnot aufgelöst.

Heute wird Sammlung regelmäßig in die Lehrveranstaltungen des Lehrstuhls für Klassische Archäologie eingebunden. Student*innen erhalten dadurch die Möglichkeit zur Arbeit mit Originalen. Im Rahmen von Übungen, Praktika und studentischen Abschlussarbeiten werden immer wieder Teile der Sammlung wissenschaftlich bearbeitet und z.T. erstmals publiziert.

Torso einer Amazone

photo: Rita Horn
photo: Rita Horn
belonging collection:
Sammlung Antiker Kleinkunst
inventory number:
M 021
classification:
Kleinplastiken/Kleinkunst
objecttype:
Statue
dimension:
Gesamt: Höhe: 18 cm
material:
Marmor
technique:
Steinbearbeitung
comment:
Die Amazone trägt einen doppelt gegürteten Chiton, der auf der linken Schulter zusammengehalten ist. Wie für Amazonen üblich, bleibt die rechte der mädchenhaften Brüste unbedeckt. Das Gewand fällt rechts in der Taille im losen Bausch über den profilierten Ledergürtel. Auf der linken Hüfte saß am Original wohl der Köcher, denn Pfeil und Bogen wussten die kriegerischen Frauen, die man sich in Kleinasien, Kappadokien ansässig dachte, meisterhaft zu führen. Das männerfeindliche Amazonenvolk hat im griechischen Mythos und in der Kunst eine große Rolle gespielt. Im trojanischen Krieg und in einem Rachfeldzug gegen Athen trifft es direkt auf die Griechen. Ihre Königinnen Pethensileia und Antiope erleiden ihr persönliches Geschick durch die griechischen Helden Achilleus und Theseus. Amazonenkämpfe schmücken Friese und Metopen der Tempel; Tafel- und Vasenmalerei variieren das Thema.

Der Torso aus weißem, feinkristallinen Marmor - möglicherweise pentelischem - ist wohl eine römische Umbildung nach einem griechischen Original aus dem dritten Viertel des fünften Jahrhundert v. Chr.
image rights:
Friedrich-Schiller-Universität Jena