Eine Ausstellung vom 3. Februar bis 27. März 2016 | Ausstellungskabinett, Fürstengraben 1, Universitätshauptgebäude

Entdeckungen im Land des Goldenen Vlieses - Archäologischen Funde aus Georgien in Jena

03.02.2016
Die Ausstellung des Lehrstuhls für Klassische Archäologie der Friedrich-Schiller-Universität  Jena präsentiert in Kooperation mit dem Institut für Archäologie der Iwane-Dshawachischwili-Universität Tbilissi/Georgien sowie der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg spektakuläre neue Funde aus der späten Bronzezeit, der frühen Eisenzeit sowie der Klassischen Antike von verschiedenen Fundplätzen in Georgien.

Neben Objekten aus der Umgebung des heutigen Poti – das wahrscheinlich mit der antiken griechischen Kolonie Phasis gleichzusetzen ist – an der Ostküste des Schwarzen Meeres werden erstmals in Europa Fundstücke aus Atskuri im ostgeorgischen Kura-Tal zu sehen sein, wo Mitglieder der Nürnberger Naturhistorischen Gesellschaft gemeinsam mit georgischen Kollegen Siedlungsreste sowie Gräber vom 16. Jh.v.Chr. bis ins Mittelalter freigelegt haben. In der Antike war Atskuri ein wichtiges Regionalzentrum mit Kontakten zur griechischen Welt im Westen und zum Reich der Perser im benachbarten Iran. Zu den bemerkenswerten, in der Ausstellung präsentiertenFundstücken gehören Schmuckgegenstände aus Bronze und sorgfältig geschliffene Perlen aus Halbedelsteinen. Prachtvolle bronzene Gürtelschnallen des 1.-3. Jhs. n. Chr., Schmucknadeln und elegante Prunkwaffen aus dem Regionalmuseum Bordshomi in der Bergprovinz Ratscha ergänzen die Ausstellung.

Themenschwerpunkte der Ausstellung sind u.a.:
Georgien – ein Land im Schnittpunkt der Kulturen
Antike Kulturen in Kaukasien
Der Mythos vom goldenen Vlies
Atskuri– ein regionales Machtzentrum
Poti– das antike Phasis?

Ein umfangreiches Begleitprogramm zu archäologischen sowie volkskundlichen ergänzt die Ausstellung, die von Studierenden des Lehrstuhls für Klassische Archäologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena mitgestaltet wurde.