Eine Ausstellung über das multiethnische Zusammenleben in Südosteuropa vom 8. April bis 10. Mai 2019 | Ausstellungskabinett Friedrich-Schiller-Universität Jena (UHG 0025), Fürstengraben 1, 07743 Jena | montags bis donnerstags von 11-18 Uhr, freitags von 11-16:30 Uhr sowie nach Vereinbarung | freier Eintritt| Barrierefrei| Foto Anne Dippel

„Wir wohnen Wort an Wort“

26.03.2019
Banat, Siebenbürgen und Bukowina – drei historische Regionen, deren Geschichte in vielerlei Hinsicht von deutschsprachigen Minderheiten geprägt wurden. Auf den Spuren dieser Menschen und ihrer Geschichte(n) reisten im vergangenen Herbst 13 Studierende und drei Dozent*innen der Fächer Volkskunde (Empirische Kulturwissenschaft) und Rumänistik vom westrumänischen Temeswar durch Siebenbürgen bis in die nordrumänischen Städte Iași und Suceava sowie das ukrainische Czernowitz. Sie sprachen mit Banater Schwaben, Siebenbürger Sachsen und für die deutsche und jüdische Kultur engagierten Rumän*innen und Ukrainer*innen. Aussagen und Erinnerungen aus diesen Interviews sind zum Material einer Ausstellung geworden, deren Leitfragen waren: Was hieß es früher, zur deutschen Minderheit zu gehören, was heißt es heute? Warum bedeutete das Ende des Kommunismus 1989 für die Mehrheit Exodus und Abschied aus ihrer südosteuropäischen Heimat? Wie wird die Vielstimmigkeit der Region heute gelebt? Können wir für das Europa von heute etwas lernen?

Antworten und Denkanstöße zum Thema werden in vielfältiger Form, von Text über Audio- und Bildmaterial, präsentiert und ermöglichen den Besucher*innen das Eintauchen in ein versinkendes multikulturelles Gesellschaftsgefüge.

Entstanden ist die Ausstellung im Rahmen eines einjährigen Projektseminars unter der Leitung von Dr. Anne Dippel (Volkskunde/Kulturgeschichte) und Jun.-Prof. Dr. Valeska Bopp-Filimonov (Romanistik/Rumänisch) im Sommersemester 2018 und Wintersemester 2018/19.

Die Ausstellung wird im Mai 2019 ergänzt durch eine Projektwoche mit Lesungen, Diskussionen, Musik sowie dem Theatergastspiel “Tagebuch Rumänien. Temeswar” des Deutschen Staatstheaters Temeswar.


Alle Informationen sowie die genauen Termine finden Sie auf der Website.