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Halitkristalle mit Gips, Kaliwerk Bleicherode, Nordhausen, Thüringen, Deutschland (Foto Annegret Günther, FSU)
Aus der Mineralogischen Sammlung: Gips auf Halit aus Bleicherode in Thüringen

Schönheit aus der Tiefe

02.06.2020

Salzbergbau im mitteldeutschen Raum begann 1851 in Staßfurt mit dem Abteufen von 2 Schächten. Um 1907 gab es im damaligen deutschen Raum etwa 60 aktive Sachächte zur Gewinnung von Kalisalz. Weitere ca. 30 waren in Vorbereitung. Derweil Deutschland am Ende des Ersten Weltkriegs das Monopol auf Kalisalz hatte, ist es heute immer noch weltmarktführend, wenn auch nur noch mit drei Kalirevieren. Eines der stillgelegten Bergwerke im Südharz-Revier ist Bleicherode.

Besonders in der Nachphase aktiven Bergbaus entstehen häufig sekundäre Mineralbildungen.  Hier gibt es ein besonders schönes Exemplar von Gips auf Halit. Halit, auch Steinsalz genannt, tritt in farblosen Kristallen in seiner typischen Würfelform auf. Durchwachsen werden diese Halitkristalle von bernsteinfarbenen, mehrere cm langen Gipskristallen. Ein echtes Sammlerstück! Schon im Tageslicht gibt es an der Stufe einiges zu entdecken; so bilden die Gipskristalle zumeist Zwillinge aus. Und dann zeigt der Halit im UV-Licht Lumineszenz. Halit leuchtet rot, der Gips blau im kurzwelligen UV-Bereich.

Die Stufe gehört zu den Neueingängen der letzten Jahre und ist das Geschenk eines Sammlers.  Momentan ist sie noch bis zum 8. März 2021 in unserer neuen Sonderausstellung „Salz – Baustein des Lebens“ zu besichtigen.

Mineralogische Sammlung
Halitkristalle mit Gips
Kaliwerk Bleichherode, Nordhausen, Thüringen, Deutschland
35 x 24 x 21 cm;
Inv. Nr. : 42232

Dr. Birgit Kreher-Hartmann